Ski- und Winterfreizeit 2008
Von Hypochondern, Sterneköchen, Spätberufenen und Flitzern! Ende Januar 2008 war es wieder einmal soweit. 7 Senioren des TV Jahn Schweinfurt machten sich im Rahmen von DSDSJS auf den Weg zu einer einsamen Selbstversorger-Hütte im Söldener Hochgebirge auf 2000m im Skigebiet. Teilnehmer Nr. 8 musste leider kurz vor Abreise absagen, für Nachnominierungen war es bereits zu spät, aber davon später mehr. Zur generell nahezu problemlosen Anreise sei lediglich folgendes gesagt: Seitdem der Autor diesem alljährlichen Spektakel beiwohnen darf, kann er sich beim besten Willen nicht daran erinnern jemals so nüchtern am Ziel angekommen zu sein, wie dieses Mal. Nun könnte man sagen „Buki hat halt gefehlt“ oder “wir alle werden halt älter (oder vernünftiger)“, aber Insider wussten, dass es vor Ort noch 200m Berganstieg zu Fuß bis zur Hütte mit allem Gepäck zu bewältigen galt. Die richtige Vorbereitung ist eben doch alles… Nachdem die Hütte bezogen, die Zimmer verteilt waren - Aki bekam sein Einzelzimmer, das Orga-Team sein Doppelzimmer, der Rest schlief im 4-Bett-6m²-Verschlag auf 2000- bzw. 2002m Höhe („jedem wie er es eben verdient“, Anm. der Redaktion) - trat sogleich unser 3-Sterne Hüttenchef de Cuisine in Aktion, um uns ein deftiges Abendessen nach Art des Hauses zu brutzeln, genau richtig, um 1. unsere bis dato arg strapazierten Akkus für den 1. Pistentag wieder aufzuladen und 2. um dem folgenden Alkoholkonsum die richtige Grundlage angedeihen zu lassen. Die Nacht über schneite es was das Zeug hielt (1/2 Meter min.!!!) und um DSDSJS-Novizen den Stellenwert dieser Veranstaltung zu verdeutlichen sei angemerkt, dass so gegen Mitternacht doch noch unserer 8. Teilnehmer aus dem Ruhrpot an der Hütte ankam, nach einer ?Stündigen Bahn+Taxi-Reise die selbst Homer (nicht besser hätte niederschreiben können) das Wasser in die Augen getrieben hätte. Die Hütte hatte, außer offenem Kamin und Sauna, eigentlich alles, was das Männerherz begehrte: Sat-TV, Spülmaschine, Skikeller mit Skischuhheizung und draußen einen halben Meter Neuschnee für die Aufbewahrung der frostunempfindlichen Grundnahrungsmittel bzw. Leckerli. Einziges Manko: Das Klo hatte leider kein Fenster, was speziell morgens dazu führte, dass wir gegen Ende des Urlaubs so manchem Apneu-Taucher durchaus das Wasser hätten reichen können! Unser Chef.de Cuisine versorgte uns täglich morgens und Abends mit Leckereien der Binzigweg’schen Küche, von Morgen zu Morgen wurde der Kaffee stärker und die Frühstückseier perfekter… Der erste Skitag war geprägt von Powder, Powder, Powder (sprich massig Neuschnee), welchem das Söldener Pistenpersonal zunächst wohl nicht Herr wurde, die Pisten waren demzufolge nicht wirklich gut präpariert, besserten sich aber von Tag zu Tag. Das Skiwetter war durchwachsen, Sonne wechselte mit Wolken bzw. Hochnebel, ab und an stürmte es mal über die Spitzen, jedoch die Aussicht von den drei 3000ern – Big3 genannt – war grandios, zumindest wenn man sich auf die schwebenden Aussichtsplattformen traute. So manchem Jahnler musste hier aufgrund spontaner Blutarmut die Hand gereicht werden.(Teamwork wurde auch in solch harten Zeiten groß geschrieben!). Ein weiteres Highlight folgte gleich am nächsten Abend. Die Feuerzangenbowle wurde diesmal im Freien vor der Hütte zelebriert und artete letztendlich zur NDW-Outdoorparty mit DJ Hubsi an den Turntables aus. Rum und Rotwein waren noch übrig, die Feuerzangenbowle wurde also kurzerhand fachmännisch provisorisch gestreckt. Tibi konnte gerade noch davon abgehalten werden, seine Flaschen Bacardi mit hineinzuschütten. Der Tiefschnee an der Hütte lud spontan zum Geländer-Basejumpen ein, was tief in der Nacht noch ausuferte und die Bezeichnung „Flitzer“ prägte. So verliefen die Tage zwischen wechselhaftem Wetter auf der Piste und feuchtfröhlichen Pausen sowie Abenden in den Hütten bei allgemeiner Fröhlichkeit. Lediglich Christian (zum ersten mal dabei) ging es eigentlich nahezu jeden Tag mehr oder weniger irgendwie schlecht. Entweder der panisch durchlebte vorübergehende Verlust seines Hab und Guts oder Unverträglichkeiten bei Speis und Trank warfen ihn immer wieder aus der Bahn. Da half auch eine Wärmflasche am Sack nix… Unser TV Jahn Quotenhypochonder war geboren! Am vorletzten Abend, als bereits die ersten Jahn’ler den Weg zurück in die Heimat angetreten hatten, meldete sich Besuch in unserer bescheidenen Hütte an. Toni’s Bekanntschaften, bestehend aus 2 Frauen und Ingo, wollten auch einmal eine Nacht in unserer Luxushütte verbringen. Die beiden Mädel’s wurden zu Christian in die Stockbetten gesteckt, was ihm offensichtlich schwer auf den Magen schlug, Ingo bekam das Bett bei Aki. Die beiden letzteren gaben sich nichts beim nächtlichen Kopf-an-Kopf-Sägen, welches am nächsten Morgen wohl lediglich um eine halbe Sterlänge entschieden wurde. Auch dieser Abend war wieder richtig feuchtfröhlich. Gespielt wurde von Mäxchen bis 11er raus so ziemlich alles, für den Verlierer hatten wir immer eine anspruchsvolle Aufgabe bereit (das Frühstück mit frischen Eiern war dank Conny gesichert). Es stellte sich allerdings erstmals heraus, dass Hubsi beim Trinken aus einem Schnapsglas vom Fußboden ungefähr so beweglich ist wie ein Krokodil in der sommerlichen Arktis (oder auf ’nem Snowboard!). Jedenfalls war diese DSDSJS-Fahrt wieder mal als äußerst erfolgreich, spaßig, einfach herrlich zu bezeichnen. Das Ziel für’s nächste Jahr ist bereits ausgespäht, dann werden wir zum ersten mal die französische Schweiz unsicher machen. Bis dahin, Ski Heil! Gez. LotB

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